Wohnzimmer ausmalen: Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis
Frische Farbe an den Wänden verändert die Raumwirkung fundamental. Bevor Pinsel und Rolle zum Einsatz kommen, steht die gründliche Vorarbeit im Mittelpunkt. Fußleisten, Steckdosenabdeckungen und Fensterrahmen gehören lückenlos mit hochwertigem Malerkrepp abgeklebt. Löcher sowie Risse werden mit Spachtelmasse verfüllt und nach dem Trocknen plangeschliffen. Eine Grundierung sorgt auf saugenden Untergründen dafür, dass die Wandfarbe gleichmäßig bindet und keine fleckigen Schatten wirft.
Rolltechnik für streifenfreie Wände
Für ein sauberes Finish beginnt der Farbauftrag stets an den Kanten und Ecken mit einem schmalen Pinsel. Anschließend wird die Fläche im sogenannten Kreuzgang bearbeitet: Zuerst vertikal aufrollen, direkt danach quer verteilen und abschließend ohne erneute Farbaufnahme leicht von oben nach unten abrollen. Wichtig ist zügiges Arbeiten nass-in-nass, um unschöne Ansätze im Gegenlicht zu vermeiden.
Farbzonen und Raumproportionen optisch steuern
Das Wohnzimmer ausmalen bedeutet längst nicht mehr, alle vier Wände im identischen Ton zu streichen. Dunklere Töne an der Stirnseite verkürzen optisch lange, schlauchförmige Räume. Wer niedrige Decken kaschieren möchte, lässt zur Deckenkante hin einen zwei bis drei Zentimeter breiten, weißen Streifen frei oder wählt für die Decke einen helleren Ton als für die Wände.
Abschließend empfiehlt sich die Wahl matter Dispersions- oder Silikatfarben. Sie schlucken Reflexionen von Stehlampen und Tageslicht, kaschieren kleine Unebenheiten im Putz und verleihen dem Wohnbereich eine moderne, beruhigende Atmosphäre.







